Veranstaltungsreihe „Diverse Lebenswelten“ – 2018

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Diverse Lebenswelten“ bieten wir zwei kostenfreie WSP an.

Der Alltag eines jeden Einzelnen sieht sehr verschieden aus, unsere beiden Workshops können natürlich nicht alle Lebensbereiche abdecken, das ist auch nicht unser Anspruch. Nichtsdestotrotz versuchen wir unser Bildungsangebot stets bedarfsorientiert auszurichten.

Um verbindliche Anmeldung wird gebeten:

alexandra.dornhof-idrh@gmx.de

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Kooperationspartnern:

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Ballettaufführung – 12. November, 17.00 Uhr im Saalbau Gallus

Von sterbenden Schwänen und spanischen Rittern

In Kooperation mit Höchster Ballettzentrum Luminiţa und DJR – Hessen e.V. wird der Ballettklassiker in einer Neuninterpretation mit Musik u. a. von Bach, Beethoven, Mozart, Saint-Saëns,Tschaikowsky, Vivaldi und Minkus’Don Quijote am 12. November im Saalbau Gallus aufgeführt.

Kartenvorverkauf beim Höchster Ballettzentrum (unter Leitung von Prof. Luminiţa Dumitrescu), Königsteiner Straße 41 • 65929 Frankfurt • Tel.: 069-31 19 15 •www.hoechster-ballettzentrum.de

Flyer_Ballettaufführung

 

Russlanddeutscher Schriftsteller und Dichter Heinrich Rahn



Heinrich Rahn wurde am 13.04.1943 in Sparau, im Gebiet Saporoje (Ukraine), in einer plattdeutschen Familie geboren. Seine Eltern Jakob und Anna (geb. Nickel) entstammten einer alten Landpächterfamilien. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, konnte die Familie nicht rechtzeitig evakuiert werden und kam unter deutsche Besatzung. 1944 wurde die Familie Rahn mit vielen anderen „Volksdeutschen“ per Pferdetreck nach Deutschland gebracht. Ihr Weg führte über Wartegau zu dem Ort Schrepkow, 12 Kilometer von der Elbe entfernt. Doch im November 1945 wurden sie von den Sowjets wieder nach Russland ins Kostromagebiet verschleppt.

Nach einem schrecklichen Hungersjahr, wurde der Vater für 25 Jahre ins Gefängnis geworfen. Die Mutter musste sich nur mit Hilfe ihrer alten Tante Anna um den Rest der Familie kümmern. Außer dem kleinen Heinrich wuchsen noch zwei ältere Geschwister heran: Jakob und Susanne. 1956 nach Beendigung der Kommandantur, wurde der Vater amnestiert.

Ein Jahr später zog Familie Rahn nach Kasachstan. Dort, in der Stadt Schtschutschink, Gebiet Koktschetaw, lebten sie endlich unter etwas besseren Bedingungen. Nach der Mittelschule und einer Ingenieurschule war Heinrich Rahn lange Jahre als Bauingenieur in verschieden Baukombinaten tätig. Seine Leidenschaft war jedoch die Literatur. Schon mit 19 Jahren fing er an, Gedichte zu schreiben. Doch leider gab es für ihn in der Sowjetunion keine Möglichkeit auf diesem Gebiet auch beruflich Fuß zu fassen. In seiner Freizeit nutzte Rahn jede Gelegenheit Bücher auch in deutscher Sprache zu lesen. Dies gestaltete sich immer schwierig, da deutsche Bücher schwer aufzutreiben waren. Und doch gelang es ihm, in einigen abgelegenen Dorfläden die klassischen Werke von Goethe, Schiller, Heine, Storm für einen geringen Preis zukaufen. Das Buch von Remarque „Die drei Kameraden“ hatte er sogar in einem alten Schuppen gefunden. Diese Bücher kamen aus der DDR und wurden einzeln verramscht, da fast niemand sie in deutscher Sprache lesen wollte.

Seine gesammelten deutschen Bücher nahm Heinrich Rahn mit, als er 1990 mit seiner Frau Elvira und seinen zwei Kindern Artur und Helene nach Deutschland kam. Einige Jahre später fand er eine Stelle als Bauleiter bei dem Neubau des „Biozentrums“ der Johan-Wolfgang-Goethe Universität. Danach war er einige Jahre als Bauingenieur in einem Beraterbüro in Wiesbaden tätig. Nebenbei absolvierte er mit Erfolg ein Fernstudium „Belletristik“ an der Axel Andersson Akademie, Hamburg. 2001 ging er in den Vorruhestand.

Nun konzentriert er sich ganz auf die Schriftstellerei, der er all die Jahre treu blieb. In den folgenden Jahren veröffentlichte er Gedichte, Kurzgeschichten und schrieb Romane. 1997-2003 war er Kirchenvorstandsmitglied der Evangelischen Erlösergemeinde Wiesbaden-Sauerland. Außerdem ist er Mitglied der Gesellschaft „Word“, Mitglied der National Geographic Society, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. und des Literaturkreises der Deutschen aus Russland e. V..

Nachfolgend finden Sie einige Werke von Heinrich Rahn:

Heinrich Rahn

23. Juli 2017 – Tatarisches Theaterstück „Licht meiner Augen“- Спектакль «Күз нурларым» во Франкфурте

Am 23. Juli um 14.00 Uhr wird das Drama  «Күз нурларым» –«Licht meiner Augen» von Aygul Akhmetgalieva in den Räumlichkeiten der DJR-Hessen e.V. aufgeführt. Alle Interessierten sind ganz herzlich dazu eingeladen sich dieses einzigartige Theaterstück anzuschauen. 

Приглашаем вас посетить спектакль «Күз нурларым» (“Свет моих очей”), который состоится 23 июля в 14:00 во Франкфурте-на-Майне.

Die Theatertruppe “Өмет-Сәйяр” wurde 2010 in Kasan gegeründet und wird von der Regisseurin Frau Hairutdinova (Венера Кашфиевна Хайрутдинова) geleitet. Seit der Gründung wurden der Truppe vielfache kulturelle Auszeichnungen verliehen.

Die Protagonisten des Theaterstücks sind ein glückliches Ehepaar, welches gemeinsam jedem Hindernis trotzt. Doch eines Tages begegnen sie auf einem Klassentreffen ihren alten Klassenkameraden, diese sind mittlerweile ebenfalls ein Ehepaar. Diese einschlägige Begegnung verändert das Leben beider Familien.

Счастливая семейная пара, преодолевая все трудности недостатка денег, находят друг в друге поддержку и опору. Но в один из дней, после долгих лет разлуки, они встречаются со своими сокурсниками, которые тоже являются семейное парой. Встреча, как оказалось, стала роковой для обеих семейных пар.

Aigul Akhmetgalieva wurde 1973 in dem Dorf Altes Safarova in der Region der Republik Tatarstan geboren. Sie absolvierte die Staatliche Universität Kasan mit Abzeichnung. Frau Akhmetgalieva arbeitet unter anderem als Schriftstellerin. Ebenso ist sie Gewinnerin mehrerer literarisches Wettbewerbe. Momentan arbeitet sie als Redakteurin beim «Казан утлары» Magazin.

Айгуль Ахметгалиева родилась в 1973 году в деревне Старое Сафарово Актанышского района Республики Татарстан. Окончила Казанский государственный университет с красным дипломом. Автор книг для детей и взрослых. Лауреат региональных литературных конкурсов. Работает редактором в журнале «Казан утлары».

Hier findest du weitere Infos Flyer.

Eintritt: kostenfrei

Gründung der Studierendeninitiative „rspu-russian speaking people´s union“

Unter dem Motto „Zusammenkommen, Austauschen, Erfahrungen teilen – Die Studierendengruppe für russischsprachige Studenten im gesamten Rhein-Main Gebiet und in ganz Hessen macht’s möglich!“ und DJR-Hessen e.V. als Dachverband wurde die Studierendengruppe rspu im Mai 2017 gegründet.

DJR- und Gründungsmitglieder der Studierendninitiative rspu.

Das Ziel ist es, eine unabhängige Austauschplattform für russischsprachige Studierende und junge, berufstätige Erwachsene zu schaffen. Ob Spätaussiedler, Russlanddeutsche, Erasmus- und Austauschstudenten – alle sind herzlich dazu eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Die studentische Initiative rspu wird vom Träger DJR-Hessen e.V., gefördert durch Mittel des Hessischen Sozialministeriums im Rahmen des Projektes „Fit für Deutschland“, unterstützt.

Über die rspu-GründerInnen:

Alexandra Dornhof: Soziologin, Bildungsreferentin des Vereins DJR-Hessen e.V. (Deutsche Jugend aus Russland e.V.) in Frankfurt am Main.

Katja Kalmykova: Soziologin, selbstständig in Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Marketing.

Andrej Geldt: Soziologe, beruflich tätig im Bereich Erwachsenenbildung und Change Management.

Das bietet die rspu an:

  1. Beratung – Information und Beratung rund um das Thema Studium und die Klärung alltäglicher Fragen.
  2. Integration – Das neue Leben in Deutschland ist zentrales Thema. Der DJR-Hessen e.V. bietet langjährige Praxiserfahrung in der Integrationsarbeit an.
  3. Außeruniversitäre Bildungsarbeit – in Zusammenarbeit mit dem Verein DJR-Hessen e.V. werden kostenlose, zertifizierte Seminare zu unterschiedlichen Themen (politische Bildung, beruflicher Einstieg, Integration), sowie Bewerbungstrainings angeboten.
  4. Kulturtransfer – Der internationale Austausch zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten ist Anliegen der rspu.
  5. Austauschplattform – Wir bieten eine optimale Plattform für die Vernetzung. Regelmäßige Treffen und Veranstaltungen zu ausgewählten Themen sollen Begegnungen schaffen, die in Freundschaften und gegenseitiger Hilfsbereitschaft münden.

 

Mehr Informationen über die rspu finden Sie auf Facebook oder kontaktieren Sie uns per Email rspu.frankfurt@gmail.com.

MPS zum Thema „Kulturspezifische Problemfelder“

12. August von 11:00 bis 17:00 Uhr: Multiplikatorenschulung im InterCity Hotel, Wilhelmshöher Allee 241, 34121 Kassel zum Thema „Kulturspezifische Problemfelder“

Inhalt der Multiplikatorenschulung:

  1. Unterschiedliche Vorstellungen über die Rolle von Mann und Frau in der Ehe
  2. Gewalt in der Familie: körperliche und psychische Misshandlung
  3. Unterschiedliche Erziehungsmuster
  4. Kulturell und religiös bedingte Verbote
  5. Alkohol- und Drogenprobleme in der Familie und andere Tabuthemen
  6. Familie und Armut: Armut als Mangel an Teilhabechancen am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Leistungen für Bildung und Teilhabe als Unterstützung der Familien in Not
  7. Voneinander lernen – Erfahrungsaustausch

Bei Interesse, Fragen oder Anregungen bitte Natalie Paschenko unter der Rufnummer 0176/ 49 34 81 85 kontaktieren.

MPS für die neue Generation 60+, „Neue Bilder vom Alter: aktiv sein und sicher leben im Alter“, 24. Mai, Kassel

24. Mai, von 16:00 bis 20:00 Uhr: Multiplikatorenschulung im Bürgersaal des Kasseler Rathauses, Obere Königsstraße 8, 34117 Kassel zum Thema „Neue Bilder vom Alter: aktiv sein und sicher leben im Alter“

Inhalt der Multiplikatorenschulung:

  • Altern im gesellschaftlichen Wandel: die neue Generation 60 +
  • Das Geben und Nehmen – Teilhabe lernen
  • Ehrenamtliche Tätigkeit im Alter: sich für das Wohl anderer einsetzen und das eigene Wohlbefinden und die Zufriedenheit steigern. Wie und wo kann man sich engagieren?
  • Freizeitangebote für Senioren auf verschiedenen Ebenen und wie man an sie kommt
  • Bewegung ist die beste Medizin: gesund und fit bleiben im Alter. Vielfalt von Sportangeboten für Senioren
  • Voneinander lernen – Erfahrungsaustausch

Anmeldung: Natalie Paschenko, lmdr-hessen@t-online.de

Themenabend mit Boris Reitschuster „Wie Putin Westen destabilisiert: aktuelle deutsch-russische Perspektiven“- Buchempfehlung

„Wie Putin den Westen destabilisiert: aktuelle deutsch-russische Perspektiven“

Nachdem erfolgreichen Vortrag von Boris Reitschuster am 20.04.2017 in den Räumlichkeiten im Haus am Dom, möchten wir zwei Buchempfehlungen aussprechen.

Boris Reitschuster schilderte in seinem Vortrag aus seiner Sicht den aktuellen Stand der deutsch-russischen Beziehungen und sprach über die Hintergründe und Motive der russischen Führung. In seinem neuem Buch beschreibt Boris Reitschuster, wie zerstörerisch Putins Absichten sind und wie groß sein Einfluss im Westen ist.

Putins verdeckter Krieg: Wie Moskau den Westen destabilisiert, 2016

Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System, 2014 (3., aktualisierte und erweiterte Auflage)