Erlebnisbericht einer Bildungsreise für politisch Interessierte mit der DJR und CDU Abgeordneten Frau Bettina Wiesmann.

Unsere Reise begann am Frankfurter Bahnhof. Dort haben sich 23 Mitglieder der DJR und noch ca. fünf weitere Personen aus der Frankfurter CDU getroffen. Nach der angenehmen Fahrt mit dem ICE, wurden wir vom David unserem Reisebegleiter und dem Busfahrer Kaya in Berlin in Empfang genommen. Nach dem leckeren Mittagessen direkt im Restaurant Zollpackhof im Regierungsviertel, besuchten wir das Centrum Judaicum (Stiftung Neue Synagoge Berlin). Es war sehr interessant über die Geschichte und über das Leben der Berliner Juden und deren Angehörigen zu erfahren. Sie erzählten uns über das NS Regime in Berlin in der Zeit von 1933 – 1945 bis die Synagoge zerstört wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 55.000 Juden von ca. 150.000 umgebracht, die anderen flohen oder wurden vertrieben. Lediglich 9.000 Juden überlebten im Untergrund oder in einer Ehe mit einem nichtjüdischen Ehepartner.

Am nächsten Tag besuchten wir die Frankfurter CDU Abgeordnete Bettina Wiesmann im Paul-Löbe-Haus. Wir diskutierten über Antragsstellung der Altenpflege, Europäische Armee und über Anerkennung der in GUS Ländern erworbene Abschlüsse und vieles mehr. Es war sehr interessant und lehrreich unser Gedanken mit einem Mitglied des Bundestages (MdB) auszutauschen.

Später am Tag besuchten wir das Bundesministerium der Verteidigung und diskutierten dort mit den zuständigen Befehlshabern über Friedenssicherung im Nahost, Aufbau und die Vorteile der Europäischen Armee und über die Ereignisse der Gelben Westen Bewegung in Frankreich in Dezember 2018. Danach haben wir das Brandenburger Tor, Botschafter Viertel und die Reste der Berliner Mauer besichtigt. Direkt im Anschluss haben wir den Plenarsaal besichtigt und einem Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments im Deutschen Bundestag (Reichstagsgebäude) lauschen dürfen.

Am nächsten Tag fand das Informationsgespräch und Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehem. Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi) statt. Hier haben wir über die Brutalität der Stasi und deren Halblanger erfahren.
Anschließend hatten wir eine Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt – an
politischen Gesichtspunkten orientiert. Geschichte, Politik, Monumente und Neubauten.

Am letzten Abend besuchten wir das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ es erzählt über die Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa durch das NS Regime.

Am Tag der Abreise besuchten wir die Konrad Adenauer Stiftung und erfuhren über die Arbeit der Stiftung.

Fazit: Alle GruppenteilnehmerInnen haben noch nie so eine interessante Reise gehabt. In diesen vier Tagen haben wir viel gesehen, diskutiert, Neues erfahren und vor allem unsere Demokratie und Freiheit zu lieben und zu schätzen gelernt.

 

verfasst von Anton Valit, DJR Mitglied

DJR Weihnachtsvorstellung – 9.12.2018

Die traditionelle Familienweihnachtsfeier der DJR (Deutsche Jugend aus Russland), im Bürgerhaus Saalbau Bornheim, war wieder ein großer Erfolg! Vielen herzlichen Dank an alle Haupt-und Ehrenamtliche des Vereins für das grenzenlose beispielhafte Engagement. Und, natürlich, herzlichen Dank an Viktor Scherf und sein bezauberndes Ensemble- die wunderbare Weihnachtsvorführung war ein Fest für die Augen.

Die Kinder wurden in eine Weihnachtsgeschichte mitgenommen und konnten sich selber mit Tanz und Gesang an der Vorführung beteiligen.

DJR reist nach Berlin – 9.-12.12.2018

Unsere aktiven DJR Mitglieder nehmen an einer viertägigen Berlinreise. 9.-12.12.2018, teil.

Vordergründig geht es bei dieser Bildungsreise um Förderung der politischen Bildung. Unteranderem besuchen die jungen Menschen das Centrum Judaicum, führen ein Informationsgespräch im Bundesministerium der Verteidigung, besuchen das Reichstagsgebäude (Plenarsaal) und vieles mehr. Die Reise wird mit einem Besuch der Konrad-Adenauer-Stiftung abgerundet.
 
Wie kann der drohenden Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des demokratischen Konsenses begegnet werden? Eine Antwort auf die Frage ist die im gesellschaftlichen und politischen Raum geforderte verstärkte Anstrengung im Bereich der politischen Bildung. Auch die DJR ist stets darum bemüht junge Menschen abzuholen und politische Bildung kreativ und interessant zu gestalten.
 

Schulung zum Thema Vereinsmanagement – Rückblick

Am 24.-25.11.2018 konnte eine weitere Schulung zum Thema Vereinsmanagement in Kronberg erfolgreich abgeschloßen werden. Diese Schulung war eine Kooperation zwischen DJR Bund, DJR – Hessen und der JugendLMDR. Jugendverbände, die sich mit den Belangen der jungen Deutschen aus Russland, aber auch mit den Lebenssituationen aller anderen jungen Menschen, beschäftigen.

In einer interaktiven Brainstormingphase hat die DJR Bildungsreferentin Alexandra Dornhof gemeinsam mit den TeilnehmerInnen viele neue Groß- und Kleinprojekte erarbeiten können, denn nur so kann auch tatsächlich eine lebensweltorientierte Bildungsarbeit entstehen. Veronika Nissen, DJR Datenschutzbeauftragte, konnte viele wichtige Fragen in Bezug auf Datenschutz im privaten Bereich, aber auch in der Vereinsarbeit, klären. Im Laufe der zwei Tage wurden viele Themen, die sich vor allem mit den Schwerpunkt Vereinsmanagement beschäftigen, besprochen.

Ebenso wurde die Zeit dafür genutzt sich bei allen aktiven Ehrenamtlichen für ihr unermüdliches Engagement zu bedanken.

Ortgruppe DJR Bad Nauheim, Vorstandsmitglieder

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen TeilnehmerInnen für die aktive Teilnahme und bei den Organisatoren und unseren Referentinnen. Ebenso gilt der Dank Walter Gauks und Roman Ramenski.

Wir freuen uns auf zukünftige gemeinsame Kooperationen.

Buchneuerscheinung – Nina Paulsen, „Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde“

Nina Paulsen, „Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde“

In der Eckartschrift 233 „Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde“ (112 Seiten, reich illustriert, Preis: 9, 20 Euro zuzüglich Porto) bietet die Autorin Nina Paulsen Einblicke in die über 250-jährige Geschichte der Wolgadeutschen, die jahrzehntelang ihre deutschen Mundarten, ihre Kultur, ihre Traditionen und den Glauben der Vorfahren aufrechterhalten haben.

Die Inhalte reichen von der Auswanderung aus dem deutschen Sprachraum an die untere Wolga im 18. Jahrhundert, über Weiterwanderungen auf der Suche nach neuen Wahlheimaten in Nord- und Südamerika im 19. und 20. Jahrhundert bis zur deutschen Autonomie im Wolgagebiet, ihrer Auflösung 1941 und der Rückkehr in das Land der Vorfahren. Aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte leben Wolgadeutsche bzw. Generationen ihrer Nachkommen heute nahezu auf allen Kontinenten der Welt.

Auch wenn die deutschen Kolonien im Wolgagebiet ein nicht mehr existierendes Phänomen sind, haben sie tiefe und markante Spuren in der deutschen und russischen Geschichte hinterlassen und prägen nach wie vor die Erinnerungskultur der Wolgadeutschen bzw. der gesamten russlanddeutschen Volksgruppe.

Zu bestellen bei der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM) per E-Mail unter info@oelm.at oder unter der Postanschrift:

Eckartschriften-Verlag (ÖLM), Fuhrmannsgasse 18 A, 1080 Wien, Österreich.

Demokratievermittlung, 9.-11.11.2018, Kronberg im Taunus

Im Fokus der Multiplikator_innenschulung in Kronberg, am 09.-11.11, stand das Ziel, demokratische Werte zu stärken, um ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches und gemeinwohlorientiertes Handeln im eigenen Jugendverband aber auch darüber hinaus zu fördern.


Die Teilnehmenden haben Möglichkeiten demokratischer, möglichst inklusiver Entscheidungsfindung anhand verschiedener Übungen und Methoden kennenlernen können

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Ebenso war ein weiterer wichtiger Aspekt, im Laufe des Seminars die eigenen Werte und das eigene Handeln zu reflektieren. Dies geschah vor allem im Hinblick auf die erhöhte Sichtbarkeit der Anliegen von russischsprachigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Gemeinsam mit Georgij Schmidt konnten dafür Kommunikationsstrategien entwickelt werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung Sebastian Seng, Alexandra Dornhof, Veronika Nissen und allen Teilnehmern. Ebenso bedanken wir uns für die erfolgreiche Kooperation bei IDA e. V..

DJR in Hamburg – Kooperation zwischen DJR Bund und DJR Hessen

In Kooperation mit DJR Bund haben wir die Möglichkeit bekommen am 19.-21.10.2018 in der wunderschönen Stadt Hamburg eine Multiplikatorenschulung durchzuführen.

Eine ganz besondere Reise mit vielen Eindrücken und interessanten Referaten. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und konnten untereinander netzwerken und gemeinsam lernen, sowie die Stadt Hamburg entdecken.

Seminar zum Thema Konfliktmanagement. Referentin: Viktoria Kohan

Mit knapp 40 Personen beschäftigten wir uns unteranderem mit den Themen Konfliktmanagement (Varvara Krasa) und interkultureller Kommunikation (Marina Bezuglova), sowie Datenschutz (Nika Veronika). Themen mit denen wir sowohl im Alltag als auch im Beruf und Verbandsleben konfrontiert werden.

DJR Bildungsreferentinnen.
Maryna Bezuglova, Referentin

Neben den interessanten Seminaren besuchten die jungen Erwachsenen die Hafencity und natürlich die Speicherstadt.

Jugendgruppe vor der Elbphilharmonie in Hamburg.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ernst Strohmaier und Olga Haas für die gelungene Zusammenarbeit.

Klänge & Wörter – Ein Abend voller Zauber

Mit Freude begrüßte Natalia Wagner und Albina Nazarenus-Vetter am 6. Oktober  die zahlreich erschienen Gäste zum musikalisch-literarischen Abend im DJR Bildungs- und Kulturzentrum.  Der Konzertpianist und Dozent der Musikschulen in Mettmann und Essen Arthur Keilmann begeisterte mit diversen Werken am Klavier und Erwin Vetter sowie Annette und Christine Spielmann lasen aus Büchern vor. 

Zur Eröffnung des Abends wurde das Werk   „ Impromptu“  von Franz Schubert (1797-1828) vorgespielt, der nur 31 Jahre alt wurde. Impromptu sind lyrische Klavierstücke, Improvisationen, aus Schuberts letzten Jahren.

Erwin Vetter ist im Juli 1931 in der Stadt Konstantinowka, Donbass, Ukraine, in einer Lehrerfamilie geboren. 1937 sein Vater, Leiter der deutschen Stadtschule, und beide seine Brüder in den schrecklichen Zeiten der Stalin-Diktatur unbegründet verurteilt und erschossen wurden. Darüber erzählt Vetter in seinem Buch „Hunderte von Jahren unterwegs  Familiensaga“. Nach Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 wurde seine Familie nach Kasachstan verschleppt. Anfang 1943 wurde die Mutter in die Arbeitsarmee mobilisiert. Nach Stalins Tod, in den schweren Zeiten der Kommandanturaufsicht,  bekam Vetter die Möglichkeit zu studieren und hatte die Hochschule als Mathematik-Lehrer absolviert. 1970 promovierte er und war sein ganzes Berufsleben Mathematikhochschullehrer, Dekan  an der Fakultät für Physik und Mathematik im Ost-Kasachstan in den Jahren 1972-1984. Seit 1992 befindet er sich mit seinen Kindern und Enkelkindern in Deutschland, und in demselben Jahr  wurde Vetter sein Doctor-Titel vom Hessischen Kultusministerium anerkannt.

Das schlimmste kam 1942-43 mit der Gründung der Arbeitsarmee (Trudarmee) für die Deutschen Männer und Frauen mit Kindern älter als 3 Jahre, die ihre Familien verlassen mussten. Das ist das traurigste Kapitel unserer Geschichte: Die Kinder verloren ihre Eltern, die Familien waren zerstört, viele verhungerten, es gab unzählige deutsche Waisenkinder. Die Trudarmee war ein Massengrab für die Deutschen in der Sowjetunion. Während der Entkulakisierung, dem roten Terror in den 20er und 30er Jahren, der Verschleppung und der Trudarmee kamen über ein Drittel der Deutschen ums Leben. Schlußendlich hat die Sowjetunion die Deutschen auf den Todespfad gebracht. In einem 4-Zeilen-Gedicht drückt Vetter dies wie folgt aus:

„Die Deutschen können sehr stolz sein, / nur sie erhielten Recht von Staat/ ein Massengrab für sich errichten. / Die Trudarmee war´s in der Tat.“

Vetters Mutter musste Anfang 1943 in die Trudarmee, seine Schwester und er blieben mit der alten Oma zurück. Der junge Vetter musste  arbeiten gehen, mit der Schule war es aus. Zu jener Zeit  war er 12 Jahre alt, 2 Jahre jünger als  sein Enkelkind Eric heute.

Das Leben er Deustcehn aus Russland hat die Auswanderung in zwei Teile geteilt, und der erste Teil ist mit der Heimat verbunden, in der man geboren und aufgewachsen ist, in der man tätig war. Nach der Auswanderung haben die Deutschen aus Russland wieder eine neue große und kleine Heimat gefunden, mit der sie die Zukunft ihrer Familien verbinden.

Die Heimat ist mein höchstes Gut,

          das Stückchen Land, da ich geboren.

          Recht schätzen lernt und schätzen tut

          man sie, erst wenn man sie verloren.

           Der Heimat dank´ ich liebevoll,

           wenn längst ich eine zweite habe.

           Mein größter Schatz! Stets heilig soll

           und bleibt er mir wohl bis zum Grabe.

E.Hieb

Arthur Schoppenhauer sagte: „Um zu wissen, wie viel Glück einer im Leben empfangen kann, darf man nur wissen, wieviel er geben kann“.

Mit folgenden letzen Worten beendete Erwn Vetter die Veranstaltung:

Danke, Deutschland! Danke, Hessen!

Im Laufe des Abends erklang immer wieder das Klavier und es wurden Werke von Chopin, Liszt und Schubert gespielt.

Arthur Keilmann

Bei einem leckeren Buffet und einem Glas Sekt konnten die Gäste den Abend in einer schönen Atmosphäre ausklingen lassen.

Tagung „Der Rechtspopulismus und sein neues Gesicht – Hipsters und Lederhosen“

Alle sprechen von einem Rechtsruck, der sich über ganz Europa verbeitet. Wie funktioniert es? Welche Organisationen stehen dahinter?

 

Tagungsteilnehmer aus ganz Deutschland.

Am 15. September wurde in Kooperation mit der LMDR Hessen die Tagung „Der Rechtspopulismus und sein neues Gesicht – Hipsters und Lederhosen“ in Frankfurt veranstaltet. Narku Laing und Alexandra Dornhof haben die über 20 Tagungsgäste durch die Thematik der neuen Rechten geleitet. Nach einem sehr ausführlichen theoretischen Input durch den Referenten Narku Laing wurde eine offene Diskursrunde eröffnet. Im Vordergrund der Tagung stand die Aufklärung über die aktuelle Situation in Deutschland, gemeinsam wurden Strategien herausgearbeitet, die die neuen Rechten, wie etwa die Identitäre Bewegung oder Junge Alternative, im Öffentichen Raum anwenden. Im Open Space konnten die neuen Inhalte in Form eines Kahoot Quiz und Plakaten umgesetzt werden. Ein wichtiger Gedanke dabei war es, den Teilnehmern, die zugleich Multiplikatoren sind, ein gewisses Werkzeug an die Hand zu geben.

 

Lorenz Narku Laing, Vielfaltsprojekte, Referent.

Politische Bildungsarbeitist, vor allem im Rahmen der nachholenden Integrationsarbeit mit der Gruppe der Deutschen aus Russland und darüber hinaus, ist ein wesentlicher Baustein der Bildungsarbeit der LMDR und DJR.

 

Herzlichen Dank für die Grußworte Albina Nazarenus-Vetter und Natalie Paschenko. Wir freun uns auf weitere Koperationsprojkete mit der LMDR.

Alexandra Dornhof, DJR Bildungsreferentin, LMDR Mitglied
von links: Tatjana Schmalz (LMDR), Albina Nazarenus-Vetter (DJR Geschäftsführerin)