DJR in Hamburg – Kooperation zwischen DJR Bund und DJR Hessen

In Kooperation mit DJR Bund haben wir die Möglichkeit bekommen am 19.-21.10.2018 in der wunderschönen Stadt Hamburg eine Multiplikatorenschulung durchzuführen.

Eine ganz besondere Reise mit vielen Eindrücken und interessanten Referaten. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und konnten untereinander netzwerken und gemeinsam lernen, sowie die Stadt Hamburg entdecken.

Seminar zum Thema Konfliktmanagement. Referentin: Viktoria Kohan

Mit knapp 40 Personen beschäftigten wir uns unteranderem mit den Themen Konfliktmanagement (Varvara Krasa) und interkultureller Kommunikation (Marina Bezuglova), sowie Datenschutz (Nika Veronika). Themen mit denen wir sowohl im Alltag als auch im Beruf und Verbandsleben konfrontiert werden.

DJR Bildungsreferentinnen.
Maryna Bezuglova, Referentin

Neben den interessanten Seminaren besuchten die jungen Erwachsenen die Hafencity und natürlich die Speicherstadt.

Jugendgruppe vor der Elbphilharmonie in Hamburg.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ernst Strohmaier und Olga Haas für die gelungene Zusammenarbeit.

Klänge & Wörter – Ein Abend voller Zauber

Mit Freude begrüßte Natalia Wagner und Albina Nazarenus-Vetter am 6. Oktober  die zahlreich erschienen Gäste zum musikalisch-literarischen Abend im DJR Bildungs- und Kulturzentrum.  Der Konzertpianist und Dozent der Musikschulen in Mettmann und Essen Arthur Keilmann begeisterte mit diversen Werken am Klavier und Erwin Vetter sowie Annette und Christine Spielmann lasen aus Büchern vor. 

Zur Eröffnung des Abends wurde das Werk   „ Impromptu“  von Franz Schubert (1797-1828) vorgespielt, der nur 31 Jahre alt wurde. Impromptu sind lyrische Klavierstücke, Improvisationen, aus Schuberts letzten Jahren.

Erwin Vetter ist im Juli 1931 in der Stadt Konstantinowka, Donbass, Ukraine, in einer Lehrerfamilie geboren. 1937 sein Vater, Leiter der deutschen Stadtschule, und beide seine Brüder in den schrecklichen Zeiten der Stalin-Diktatur unbegründet verurteilt und erschossen wurden. Darüber erzählt Vetter in seinem Buch „Hunderte von Jahren unterwegs  Familiensaga“. Nach Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 wurde seine Familie nach Kasachstan verschleppt. Anfang 1943 wurde die Mutter in die Arbeitsarmee mobilisiert. Nach Stalins Tod, in den schweren Zeiten der Kommandanturaufsicht,  bekam Vetter die Möglichkeit zu studieren und hatte die Hochschule als Mathematik-Lehrer absolviert. 1970 promovierte er und war sein ganzes Berufsleben Mathematikhochschullehrer, Dekan  an der Fakultät für Physik und Mathematik im Ost-Kasachstan in den Jahren 1972-1984. Seit 1992 befindet er sich mit seinen Kindern und Enkelkindern in Deutschland, und in demselben Jahr  wurde Vetter sein Doctor-Titel vom Hessischen Kultusministerium anerkannt.

Das schlimmste kam 1942-43 mit der Gründung der Arbeitsarmee (Trudarmee) für die Deutschen Männer und Frauen mit Kindern älter als 3 Jahre, die ihre Familien verlassen mussten. Das ist das traurigste Kapitel unserer Geschichte: Die Kinder verloren ihre Eltern, die Familien waren zerstört, viele verhungerten, es gab unzählige deutsche Waisenkinder. Die Trudarmee war ein Massengrab für die Deutschen in der Sowjetunion. Während der Entkulakisierung, dem roten Terror in den 20er und 30er Jahren, der Verschleppung und der Trudarmee kamen über ein Drittel der Deutschen ums Leben. Schlußendlich hat die Sowjetunion die Deutschen auf den Todespfad gebracht. In einem 4-Zeilen-Gedicht drückt Vetter dies wie folgt aus:

„Die Deutschen können sehr stolz sein, / nur sie erhielten Recht von Staat/ ein Massengrab für sich errichten. / Die Trudarmee war´s in der Tat.“

Vetters Mutter musste Anfang 1943 in die Trudarmee, seine Schwester und er blieben mit der alten Oma zurück. Der junge Vetter musste  arbeiten gehen, mit der Schule war es aus. Zu jener Zeit  war er 12 Jahre alt, 2 Jahre jünger als  sein Enkelkind Eric heute.

Das Leben er Deustcehn aus Russland hat die Auswanderung in zwei Teile geteilt, und der erste Teil ist mit der Heimat verbunden, in der man geboren und aufgewachsen ist, in der man tätig war. Nach der Auswanderung haben die Deutschen aus Russland wieder eine neue große und kleine Heimat gefunden, mit der sie die Zukunft ihrer Familien verbinden.

Die Heimat ist mein höchstes Gut,

          das Stückchen Land, da ich geboren.

          Recht schätzen lernt und schätzen tut

          man sie, erst wenn man sie verloren.

           Der Heimat dank´ ich liebevoll,

           wenn längst ich eine zweite habe.

           Mein größter Schatz! Stets heilig soll

           und bleibt er mir wohl bis zum Grabe.

E.Hieb

Arthur Schoppenhauer sagte: „Um zu wissen, wie viel Glück einer im Leben empfangen kann, darf man nur wissen, wieviel er geben kann“.

Mit folgenden letzen Worten beendete Erwn Vetter die Veranstaltung:

Danke, Deutschland! Danke, Hessen!

Im Laufe des Abends erklang immer wieder das Klavier und es wurden Werke von Chopin, Liszt und Schubert gespielt.

Arthur Keilmann

Bei einem leckeren Buffet und einem Glas Sekt konnten die Gäste den Abend in einer schönen Atmosphäre ausklingen lassen.

Tagung „Der Rechtspopulismus und sein neues Gesicht – Hipsters und Lederhosen“

Alle sprechen von einem Rechtsruck, der sich über ganz Europa verbeitet. Wie funktioniert es? Welche Organisationen stehen dahinter?

 

Tagungsteilnehmer aus ganz Deutschland.

Am 15. September wurde in Kooperation mit der LMDR Hessen die Tagung „Der Rechtspopulismus und sein neues Gesicht – Hipsters und Lederhosen“ in Frankfurt veranstaltet. Narku Laing und Alexandra Dornhof haben die über 20 Tagungsgäste durch die Thematik der neuen Rechten geleitet. Nach einem sehr ausführlichen theoretischen Input durch den Referenten Narku Laing wurde eine offene Diskursrunde eröffnet. Im Vordergrund der Tagung stand die Aufklärung über die aktuelle Situation in Deutschland, gemeinsam wurden Strategien herausgearbeitet, die die neuen Rechten, wie etwa die Identitäre Bewegung oder Junge Alternative, im Öffentichen Raum anwenden. Im Open Space konnten die neuen Inhalte in Form eines Kahoot Quiz und Plakaten umgesetzt werden. Ein wichtiger Gedanke dabei war es, den Teilnehmern, die zugleich Multiplikatoren sind, ein gewisses Werkzeug an die Hand zu geben.

 

Lorenz Narku Laing, Vielfaltsprojekte, Referent.

Politische Bildungsarbeitist, vor allem im Rahmen der nachholenden Integrationsarbeit mit der Gruppe der Deutschen aus Russland und darüber hinaus, ist ein wesentlicher Baustein der Bildungsarbeit der LMDR und DJR.

 

Herzlichen Dank für die Grußworte Albina Nazarenus-Vetter und Natalie Paschenko. Wir freun uns auf weitere Koperationsprojkete mit der LMDR.

Alexandra Dornhof, DJR Bildungsreferentin, LMDR Mitglied
von links: Tatjana Schmalz (LMDR), Albina Nazarenus-Vetter (DJR Geschäftsführerin)

 

 

Fotoaktion „yopoco“ (young political commitment) zur Landtagswahl in Hessen am 12. September 2018 um 17:30 Uhr, Wiesbaden

Aufruf

Im Rahmen der jugendpolitischen Kampagne „Dafür steigen wir in den Ring“ des Hessischen Jugendrings möchten wir, DJR-Hessen e.V., alle interessierten Jugendverbände zu einer gemeinsamen Aktion vor den Landtagswahlen am 28. Oktober 2018 in Hessen einladen.

Am 12. September, um 18.00 Uhr wollen sich die Vertreter_innen aus den jeweiligen Verbänden, wie DIDF, BMPPD und DJR (Mitglieder des IKÖ) vor der Hessischen Staatskanzlei am Kranzplatz, Georg-August-Zinn-Straße 1, 65183 Wiesbaden (Bus-Linien 1 oder 8) stellen und mit den vier Forderungen sowie verschiedenen Materialien (Boxhandschuhe, Kampagnenschilder und Banner) auf die Kampagne des hjr aufmerksam machen. Jeder weitere Verband, der sich aktiv an der Fotoaktion beteiligt, ist eine Bereicherung und lässt uns als ein großes starkes Ganzes auftreten.

Somit können wir gemeinsam in unserer Vielfalt für eine starke Jugendarbeit in Hessen eintreten und ein Symbol für die hessische Politik setzen. Die Fotoaktion yopocowird von mir als DJR Bildungsreferentin koordiniert.

Die Aufgabe der Verbände besteht darin mit ihrer Jugendgruppe am 12. September 2018 am 17.30 Uhr, am besten in ihren Verbands – T-Shirts, zusammenzukommen und eine kleine, aber hoffentlich öffentlichkeitswirksame Fotosession, vor dem Landtag zu gestalten.

 

Eine verbindliche Anmeldung erfolgt ausschließlich über:

alexandra.dornhof-idrh@gmx.de

Alexandra Dornhof, DJR Bildungsreferentin

„Kulturelle Sommertage – 2018“ des Bundes der Vertriebenen in Hessen

Vom 13. bis 16. August veranstaltete der hessische Landesverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) im Haus am Maiberg in Heppenheim seine traditionellen „Kulturellen Sommertage“.

Studienfahrt nach Lorsch.

DJR Mitglieder wurden vom BdV ebenfalls zu den Kulturellen Sommertagen eingeladen. Landesvorsitzender Siegbert Ortmann (BdV-Landesvorstandes) kündigte nach seiner Neuwahl eine intensive Führung des Bundes der Vertriebenen in Hessen für die bevorstehende dreijährige Wahlperiode an. Dazu wird für den weiteren Zusammenhalt der Verbandsmitglieder und der einzelnen Landsmannschaften eine klare Zukunftsorientierung erarbeitet. Damit für die Herausforderungen durch den Wegfall der Erlebnisgeneration in den eigenen Reihen und deutlich sinkenden Mitgliederzahlen eine Neugestaltung der Vertriebenenorganisation in Angriff genommen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden unter anderem junge DJR Mitglieder zu der traditionellen BdV Veranstaltung eingeladen. So kann der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden und die jungen Menschen können den Grundgedanken des BdV direkt von der Erlebnisgeneration mitnehmen.

Autorenlesung, Viktor Funk, „Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich“.

Im Rahmen der Kulturellen Sommertage gab es diverse Vorträge zu den aktuellen Themen der Vertriebenen. Ebenso wurde ein intensiver Einblick in die Geschichte der Vertriebenen geboten. Die mit den Kulturellen Sommertagen verbundene Studienreise führte nach Lorsch mit einer Besichtigung des UNSECO Welterbes Kloster Lorsch.

 

Große Anerkennung fand auch die Filmvorführung „Meine Oma in Schlesien“ von dem Regisseur und Produzenten Ben Mergelsberg. Der gesellige Abend am Mittwoch wurde durch Beiträge der Teilnehmer und musikalische Auftritte zu einem Highlight des Tages.

Am Donnerstag hielt unsere DJR Bilsungsreferentin ein Seminar zum Thema „Identität(en) der Nachwuchsgeneration der Deutschen aus Russland“.  Diese Thematik stieß auf großes Interesse und führte zu einer angeregten Diskussion unter den Teilnehmern.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Bund der Vertriebenen für ihre Einladung und freuen uns auf unsere zukünftige Zusammenarbeit.

Fachkräfteaustausch „Auf den Spuren der Russlanddeutschen“, Detmold

Vom 16 bis 20 Juli haben unsere Multiplikatoren, Alexandra Dornhof und Alexander Frolov, an der JUGEND-SOMMER-WERKSTATT in Detmold teilgenommen. Insgesamt waren fünf  Jugendorganisationen aus drei verschiedenen Ländern vertreten. Die Sommerwerkstatt war ein neues Format für einen internationalen Erfahrungsaustausch sowie ein Qualifizierungsangebot in den Bereichen der Kulturpädagogik und Kulturvermittlung. Vordergründig ging es darum, wie Methoden der Geschichtsarbeit in der Jugendarbeit angewandt werden können.

Im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold gab es für die Delegation des djo-Regenbogen Berlin, der DJR und des Jugendrings der Russlanddeutschen viel zu entdecken. Wir lernten verschiedene Aspekte der Geschichte der Russlanddeutschen kennen und Methoden der Familienforschung (Geneologie), Ausstellungsorganisation und Gesprächsführung mit Zeitzeugen zu nutzen.

Jugendorganisationen aus Moskau, Luzk, Frankfurt, Berlin und Detmold djo, DJR, Jugendring der Russlanddeutschen, Deutsche Jugend in der Ukraine, jsdr
Vernissagegespräch mit dem Künstler

Anlässlich der Ausstellungseröffnung veranstaltete das Kulturreferat im Rahmen der JUGEND-SOMMER-WERKSTATT/DETMOLD ein Vernissagegespräch mit dem Künstler und dem Kölner Politologen und Blogger Felix Riefer von der Bundeszentrale für politische Bildung über Erfahrungs- und Lebenswelten junger Russlanddeutscher, ihrem Verhältnis zu Deutschland und zu ihren Herkunftsländern sowie ihrer Selbst- beziehungsweise der Fremdwahrnehmung.

von links: Alexander Frolov, Edwin Warkentin, Alexandra Dornhof, Julia Iwakin, Felix Riefert

Vom 18. Juli bis zum 10. September 2018 präsentiert das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche die Ausstellung zum Buch „MEIN NAME IST EUGEN“.
In dem Buchprojekt portraitiert der Berliner Autor und Fotograf Eugen Litwinow die von der Soziologie als „mitgebracht“ bezeichneten Generation junger russlanddeutscher Spätaussiedler. Dreizehn gleichnamige Jugendliche und junge Erwachsene aus Nordrhein-Westfalen reflektieren ausgehend von der gemeinsamen Erfahrung des Namenswechsels von EVGENIJ zu EUGEN über ihre Selbstverortung und Identität.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Edwin Warkentin für die Organisation der Jugend-Sommer-Werkstatt und den wertvollen Austausch, welcher erst dadurch entstehen konnte.

Anti-Diskriminierungsarbeit in der Jugendverbandsarbeit nach dem Anti-Bias Ansatz, Stuttgart

Die Bildungsreise am 20. bis zum 22. Juli 2018 führte die jungen Ehrenamtlichen, Multiplikatoren der DJR-Hessen e.V. und Interessierten nach Stuttgart: eine Anti-Bias Schulung, der Besuch des Mercedes Benz Museums und der Langen Ost Nacht standen auf dem Programm.

Der erste Teil der Multiplikatorenschulung bestand aus einer theoretischen Schulungseinheit, in der aus dem Bereich des Anti-Bias-Ansatzes Multiplikatoren (Jugendgruppenleitern, Ortsgruppenleitern) die Möglichkeit geboten wurde, Anregungen für eine aktive Auseinandersetzung mit Differenzierung, Macht und Diskriminierung für ihre ehrenamtliche Arbeit im DJR Jugendverband mitzunehmen.  Ebenso können die Methoden des Anti-Bias Ansatzes gezielt im eigenen Alltag und im Berufsleben eingesetzt werden. In einem zweiten Schritt wurde aus der Reflexion der eigenen Erfahrungen angeregt in einen Austausch miteinander zu gehen.  Der Zugang zum Anti-Bias Ansatz erfolgt über die eigenen Biografien. In einem weiteren Schritt sollte die Verknüpfung mit dem gesellschaftlichen Kontext dahingehend erarbeitet werden, so dass auf Ideologien beruhende vorherrschende Diskurse und Normalitätsvorstellungen reflektiert werden konnten.

Anti-Bias Seminar
Nächtlicher Spaziergang durch Stuttgart

Die im Rahmen der Multiplikatorenschulung im Mittelpunkt des Interesses stehende Frage lautet nun, ob sich mit dem sogenannten Anti-Bias-Ansatz womöglich ein reflexiver Raum eröffnen und für Bildungsprozesse zugänglich machen ließe. In der Umsetzung konnte festgehalten werden, dass die Thematik sehr willkommen war und eine lebendige Diskussion zwischen den Teilnehmern anregte.

Zum Hauptanliegen der Anti-Bias-Arbeit gehört, kritisches Denken und solche Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, die dazu befähigen, erfahrener Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft aktiv entgegenzutreten. Diese Kernaussage fand bei den Teilnehmern eine große Akzeptanz.

Abgerundet wurde der erste Tag in Stuttgart durch eine Begehung der Stadt bei Nacht. Die Verknüpfung einer Schulung mit einer Städtereise erhält eine große Nachfrage bei den jungen Menschen.  Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem die neuen Eindrücke reflektiert wurden. Es diente zudem dem Kennenlernen untereinander. Teilnehmenden waren beeindruckt, wie gut die Lange Ost Nacht organisiert war und über die Teilhabe der DJR Stuttgart am Stadtleben.

Besuch des Mercedes Benz Museums
Aktive DJR Mitglieder

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass auch die diesjährige Bildungsreise nach Stuttgart, wieder ein voller Erfolg war. Gerne möchten wir daher an diesem Bildungsformat im nächsten Jahr wieder teilnehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei DJR Stuttgart für die Einladung und die Möglichkeit unsere Talente auch auf der Langen Ost Nacht zu präsentieren.

Multiplikatorenschulung „Politik und Medien+ – Förderung individueller Kompetenzen“ – Rückblick

Zu den wichtigen Bausteinen der DJR Bildungsarbeit gehören ebenso politische Bildungsmaßnahmen. Aus diesem Grund wurde die Multiplikatorenschulung „Politik und Medien+ – Förderung individueller Kompetenzen“ am 07.-08.07.2018 in Kronberg durchgeführt.

In den Samstagvormittag starteten wir mit dem Thema  „Zur medialen Integration von Russlanddeutschen nach dem Fall Lisa im Jahr 2016“. Tatjana Schmalz verfasste Ihre Masterarbeit zu dieser Thematik und gilt somit als junge russlanddeutsche Expertin in diesem Bereich.

Zur medialen Integration von Russlanddeutschen nach dem Fall Lisa im Jahr 2016

Durch den Fall Lisa erhielten russlanddeutsche Spätaussiedler eine Medienaufmerksamkeit, die selbst die Berichterstattung der 1990er Jahre übertraf. Denn die Massenmedien Deutschlands UND Russlands widmeten sich weniger dem erfundenen Gewaltverbrechen als dem Profil jener Bevölkerungsgruppe, von denen eigentlich nur ein Bruchteil lautstark „gegen sexuelle Gewalt von Migranten und Flüchtlingen gegen Frauen und Kinder“ demonstriert hatte. Der Vortrag behandelte die Narrative, die sich seither in Russlands und Deutschlands Massenmedien über die Deutschen aus Russland etabliert haben. Ferner wurden jene öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen thematisiert, mit denen russlanddeutsche Individuen und Interessenverbände ihren Darstellungen in den Medieninhalten widersprachen. Anhand dieses Fallbeispiels wurden Handlungsspielräume aufgezeigt, die Individuen (auch als Teil zivilgesellschaftlicher Gruppierungen) nutzen können, um ein differenzierteres Bild ganzer Bevölkerungsgruppen zu generieren.

Tatjana Schmalz (rechts im Bild) kam mit ihrer Familie 1996 im Rahmen des Spätaussiedleraufnahmeverfahrens von Irkutsk, Russland, nach Deutschland. In Herford (NRW) wuchs sie auf und zog nach dem Abitur 2012 zum Studium nach Berlin. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte sie Slawistik und Anglistik, dort forscht sie seit 2018 als Doktorandin zur russlanddeutschen Erinnerungskultur.

Gemeinsam mit Stefan Claus haben wir einen Exkurs in das Thema „Demokratie in der Arbeitswelt – Wie funktioniert unser System der Mitbestimmung?“.  Seit November 2016 ist Stefan Claus Jugendbildungsreferent des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Frankfurt am Main.

Stefan Claus, DGB (rechts im Bild)

Am Nachmittag folgten  weitere wichtige russlanddeutsche Thematiken. Als Referent wurde Dietmar Schulmeister, LMDR, eingeladen. Sein Vortrag war auf vier wichtige Aspekte afgeteilt.

Aktuelle politische Situation der Deutschen aus Russland (vor der Bundestagswahl und nach der Bundestagswahl)

In diesem Block gingen wir in den Januar 2016 zurück. Hier fand eine Zäsur in der Spätaussiedler- sowie Ausländerpolitik in der Bundesrepublik statt. Menschen, von man denen man glaubte, sie sind bestens in Deutschland angekommen, gingen en masse auf die Straßen. Doch waren es überhaupt die sog. Russlanddeutschen? Über das Herantasten der Begrifflichkeit, wurde das aktuelle politische Verhalten der ethnischen Gruppe sowie anderer russisch-sprechenden Gruppen in Deutschland herausgearbeitet. Aber wie hat die Politik darauf reagiert? Gemeinsam haben wir uns Parteiprogramme der vergangenen Bundestagswahl angeschaut und verglichen diese mit der dazugehörigen, Zielgruppen orientierten Wahlwerbung.

Gibt es eine Partei, die die russlanddeutschen Interessen vertritt, wie das von Manchen behauptet wird?

Im medienpolitischen Diskurs wird bis heute noch eine Nähe der Deutschen aus Russland zur Alternative für Deutschland (AfD) nachgesagt. Dieses Narrativ verfestigt sich immer weiter in den Köpfen von Entscheidungsträgern. Doch vertritt die AfD wirklich die Interessen der Deutschen aus Russland, wie Medien und handelnde Personen es immer darstellen? Dieser Frage gehen wir auf der Grund und schauen uns politische Forderungen in russischer und deutscher Sprache an. Des Weiteren analysieren wir die Arbeit der AfD und die Durchsetzung dieser Forderungen. Schlussendlich reden wir über den Begriff des Konservatismus.

Die Wahlen in Russland 

„Unser Land, unser Präsident, unsere Wahl.“ – diese großen Anzeigetafeln hängen noch bis Ende März in vielen russischen Städten. Am 18. März wurde der Präsident der Russischen Föderation gewählt. Bei acht Kandidaten war der Sieger bereits bekannt: Wladimir Putin. Wie unterscheidet sich der Wahlkampf in Russland zum Wahlkampf in Deutschland? Wie spielen dabei die Medien? Wie haben die deutsch-sprachigen und die russisch-sprachigen Medien den Wahlkampf begleitet? Was sind die Themen, die auch russische Expats in Deutschland bewegen?

Politische Partizipation der DaR
Je länger Zuwanderer in Deutschland leben, desto besser sind sie auch integriert. Gilt es auch für die russisch-sprechenden Menschen in Deutschland? Wie wirken russische Medien in Deutschland auf die Partizipation der DaR?  Was ist die Rolle der Medien in einer demokratischen Gesellschaft? Wie ist der Auftrag der Informationsfunktion zu verstehen? Was ist der Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern? Wie verschaffe ich mir Gehör? Wie funktioniert der meinungsbildende Prozess in der deutschen Demokratie? Wie kann zu diesem persönlich beitragen?

Dietmar Schulmeister, LMDR

Den  Samstagabend verbrachten alle gemeinsam am Lagerfeuer.

In den Sonntag starteten wir mit Dietmar Schulmeisters Thematik. Abschließend gab es eine Einführung ins „Consulting mind im Leben: Tricks und Tipps für Privatleben und Arbeit“. Eduard Bloch teilte mit den Teilnehmern Tipps und Tricks wie man seine Ziele, ob im Beruf oder im Alltag, effektiv erreichen kann.

Thesen zum Vortrag „Consulting mind im Leben: Tricks und Tipps für Privatleben und Arbeit“

Inhalt:

  1. Motivation und Disziplin: Vorteile, Nachteile und effektive Anwendung
  2. Ansatz zu Aufgaben: Was, Wie und Wann.
  3. Effektive Kommunikation: das Pyramide-Prinzip
  4. Kurze Übersicht über Prozessmodellierung und KPIs
  5. Wichtige Instrumente für Effizienz:
    1. Mindmeister
    2. Wunderlist
    3. PowerPoint
    4. Excel
  6. Hard skills vs Soft skills: Wie kann ich mich weiterentwickeln
Eduard Bloch

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Referent_Innen für ihre Vorträge.

Schauspielworkshop – 27.06.2018

Stell dich deinen Ängsten – Lampenfieber vor Vorträgen, Referaten, Bewerbungsgesprächen

Regelmäßig bieten wir Workshops an, die die individuellen sowie beruflichen Kompetenzen stärken und erweitern sollen, so auch am 27.06.2018. Gemeinsam mit O. Palmov, einem bekannten Schauspieler aus Russland, haben die Teilnehmer an ihrer Körpersprache, Atmung und Aussprache gearbeitet.

Palmov bot den jungen Menschen ebenso einen kurzen Einblick in das russische Theater und die Literatur. Anhand von praktischen Sprech- und Atemübungen wurden kleine Auftritte geprobt. Auch das Improtheater wurde angeschnitten. So konnte sich jeder Teilnehmer auf der kleinen Bühne im DJR Bildungs- und Kultzentrum ausprobieren und in einer geschützten Atmosphäre über seinen eigenen Schatten springen. Viele Menschen haben vor öffentlichen Auftritten Lampenfieber, auch hier gab es Tipps vom Profi. Konzetration ist das  A und O und zwar auf der Arbeit und im Alltag.