Heimat im Herzen, Heimat in Deutschland Bundesinnenminister Seehofer würdigt Deutsche aus Russland

„Heimat im Herzen, Heimat in Deutschland“- unter diesem Motto fand am 04. Juni im Bundesministerium des Innern ein Dialogforum der Deutschen aus Russland statt. Ein spannendes Format mit vielen guten Diskussionen und Beiträgen, welches in der Zukunft unbedingt fortgesetzt werden muss. Auch zukünftig ist man bereit in Dialog mit Deutschen aus Russland zu gehen und ihre Belange aktiv in Angriff zu nehmen. Vor allem die Frage nach der Identitätsstärkung und der nachholenden Integration waren wichtige Diskussionspunkte.

Bundesbeauftragter für Spätaussiedler und nationale Minderheiten Bernd B. Fabritius

Vor rund 250 Jahren suchten Deutsche auf Geheiß von Zarin Katharina der Großen ihr Glück als Siedler im Russischen Reich. Mit dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das Schicksal für die deutschen Volkszugehörigen in der Sowjetunion jedoch abrupt: Die einst Willkommenen erlitten Diskriminierung, Deportation und Zwangsarbeit. Erst mit dem Fall des Eisernen Vorhangs erfüllte sich für viele von ihnen die Hoffnung, den Sehnsuchtsort Deutschland endlich auch zur Heimat werden zu lassen.

Viele von Ihnen haben Deutschland über Generationen hinweg als Heimat im Herzen bewahrt. Diese besondere Leistung der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion sollte beim Dialogforum im Bundesinnenministerium gewürdigt werden.

Unsere DJR Geschäftsführerin Albina Nazarenus-Vetter durfte als Vertreterin des Bundesvorstands der LMDR an der einführenden Podiumsdiskussion teilnehmen.
Bundesinnenminister Horst Seehofer sowie der Bundesbeauftragte für Spätaussiedler und nationale Minderheiten Bernd B. Fabritius betonten in Ihren Reden wiederholt den großen Beitrag der Spätaussiedler für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland. In einem kurzen Video konnte unsere Bildunsgreferentin Alexandra Dornhof vom BM Horst Seehofer eine Botschaft an die jungen Deutschen aus Russland festhalten.

Heimat im Herzen, Heimat in Deutschland
Bundesinnenminister Seehofer würdigt Deutsche aus Russland

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer: „Über 2,4 Millionen Deutsche kamen seit 1990 aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik. Sie sind schnell Teil unserer Gesellschaft geworden – das ist eine große Leistung, die ausdrückliche Anerkennung verdient. Aussiedler und Spätaussiedler sind gleichzeitig aber auch Deutsche mit besonderer Geschichte, für die wir wegen ihres schweren Schicksals nach dem Zweiten Weltkrieg in besonderer Verantwortung stehen. Ihre bewegende Vergangenheit und reiche Kultur sind Bestandteil der deutschen und der gesamteuropäischen Geschichte.“

Deutsche Jugend aus Russland e.V.

Büdingen – Look back

https://vimeo.com/340248831
Bildungsreise nach Büdingen „Auf den Spuren der Russlanddeutschen in Büdingen – Cover history and media“

SchülerInnen der Karl-Rehbein-Schule, LMDR und DJR Mitglieder, sowie andere Interessierte, nahmen im Mai an der Bildungsreise teil und erstellten mehrere Videoprojekte über die Geschichte der Auswanderung der Deutschen im 18. Jahrhundert aus Büdingen nach Russland. Die kurzen Erklärungsvideos über die Auswanderung der Deutschen nach Russland und ihre Schicksale werden zukünftig auf einer digitalen Plattform zu finden sein, welche vom Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte gestaltet wird. Dies dient der Förderung des Verständnisses der Einheimischen für die Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland, die ebenso ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte ist.

Die Kleinstadt Büdingen in Hessen diente als zentraler Sammelort der Russlandkolonisten 1766. Dort befindet sich in der Marienkirche das Eheschließungsregister mit 375 geschlossenen Ehen auswandernder Paare. Anhand des Beispiels in Büdingen konnten die TeilnehmerInnen die Umstände der Auswanderung aus den Kleinstaaten des Hl. Römischen Reichs Deutscher Nation mit einem kundigen Referenten (Klaus-Peter Decker: Büdingen als Sammelplatz der Auswanderung an die Wolga 1766) ergründen und Lebensumstände sowie Motive der Auswanderer ermitteln.

Marienkirche in Büdingen

In Anbetracht der historischen Bedeutung von Büdingen sieht das Land Hessen eine besondere Beziehung und Verantwortung auch für die Rückkehrer, Spätaussiedler. Daher hat das Land Hessen bereits im Jahr 1985 die Patenschaft über die Wolgadeutschen übernommen.

Die Bildungsreise wurde durch das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte gefördert und war eine gelungene Kooperation zwischen DJR – Hessen e.V. und der Karl-Rehbein-Schule.

„Live Diversity“ Kassel

Live Diversity
Pluralität der Gesellschaft verstehen und Dialoge aufbauen.

Vergangenes Wochenende, 25.-26.05.2019, sind wir auf Spurensuche nach „dem Islam“ in Kassel gegangen.

Gibt es eigentlich DEN Islam? Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Christen und Muslimen? Diese und viele weitere Fragen standen im Raum. Durch direkten Austausch und Dialog konnten Ängste und Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden.

Vor dem Moscheebesuch gab es eine ausführliche Einführung in das Thema Islam. Wichtig war es aufzuzeigen, dass der Islam eine sehr vielfältige Religion ist, die wie auch andere Weltreligionen von diversen Menschengruppen sehr unterschiedlich interpretiert werden kann.

Ziel dieser Bildungsreise war es einen Dialog herzustellen, dies gelang den Referenten durch ihre persönliche Migrationsgeschichte und die wunderbare Seminaratmosphäre.

In der Moschee konnten die Teilnehmenden ihre Fragen direkt an den Imam stellen. Die Krönung des Abends bildete das gemeinsame Fasten mit der Gemeinde.

Political talk mit Verena David – 30. März 2019 um 15.00 Uhr

Wusstest du eigentlich, dass am 26. Mai 2019 die Europawahlen durchgeführt werden?

DJR lädt am 30. März zum „politischen Snack“ mit Verena David ein. In lockerer Atmosphäre und mit einigen Häppchen haben wir die Möglichkeit mit Verena David, Kandidatur für das Europäische Parlament, ins persönliche Gespräch zu gehen.

Welche Zukunft hat Europa? Was macht Brexit mit Europa und Deutschland? Welche Herausforderungen stehen vor einer weiblichen Politikerin?

Wenn du eine politische Meinung vertrittst oder dir eine bilden möchtest, dann komm zum Gespräch dazu und nutze eine Chance!

Wer ist Verena David?

Ich bin 42 Jahre alt, Juristin, Stadtverordnete seit 2006, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion seit 2011 und seit 2014 Vorsitzende des Fachausschusses Pro Europa. Auf Parteiebene bin ich Stellvertretende Vorsitzende der Frankfurter Frauenunion und CDU Dornbusch. Mitglied im CDU Kreisvorstand und im Landesvorstand der MIT Hessen.
Kandidatur für das Europäische Parlament bereits in 2009 und 2014 jeweils auf Platz 5.
Außerdem bin ich überzeugte Europäerin und der Meinung, dass bei dieser Europawahl viel auf dem Spiel steht, denn es wird europaweit den europakritischen und nationalistischen Parteien ein Drittel der Sitze prognostiziert.

Anmeldung: Nicht erforderlich

Vorankündigung – Bildunsgreise nach Kassel – 25.-26.05.2019

!Save the Date!

Das Bildungsjahr hat wieder begonnen und die erste Bildungsreise steht fest. Am 25.-26.05.2016 geht es mit der DJR von Frankfurt nach Kassel.

In Kooperation mit DJR, LMDR und Violence Prevention Network wird in Kassel eine zweitägige Schulung durchgeführt.

Neben einem spannenden Seminarprogramm besichtigen wir gemeinsam die Stadt Kassel und verbringen eine interessante und spaßige Zeit zusammen.

Bildungsgreise nach Kassel 2018

Kosten:

15,00 € Selbstbeteiligung

Anmeldung:

Anmeldung für Veranstaltungen

Zielgruppe:

ab 16 Jahren mit Begleitung bis 35 Jahren (jung Erwachsene)

Bewerbungstraining – 11.02.2019, 18.30 Uhr

Das Bewerbungstraining hilft Ihnen, Ihre Stärken, Kompetenzen und Qualifikationen sicher und profiliert darzustellen und sich in der Bewerberdichte besser durchzusetzen.

Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung erfolgt online:
https://djr-hessen.de/anmeldung-fuer-veranstaltungen/

Veranstaltungsort:

DJR Bildungs- und Kulturzentrum

Sonnentaustraße 26-28

Frankfurt am Main

Erlebnisbericht einer Bildungsreise für politisch Interessierte mit der DJR und CDU Abgeordneten Frau Bettina Wiesmann.

Unsere Reise begann am Frankfurter Bahnhof. Dort haben sich 23 Mitglieder der DJR und noch ca. fünf weitere Personen aus der Frankfurter CDU getroffen. Nach der angenehmen Fahrt mit dem ICE, wurden wir vom David unserem Reisebegleiter und dem Busfahrer Kaya in Berlin in Empfang genommen. Nach dem leckeren Mittagessen direkt im Restaurant Zollpackhof im Regierungsviertel, besuchten wir das Centrum Judaicum (Stiftung Neue Synagoge Berlin). Es war sehr interessant über die Geschichte und über das Leben der Berliner Juden und deren Angehörigen zu erfahren. Sie erzählten uns über das NS Regime in Berlin in der Zeit von 1933 – 1945 bis die Synagoge zerstört wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 55.000 Juden von ca. 150.000 umgebracht, die anderen flohen oder wurden vertrieben. Lediglich 9.000 Juden überlebten im Untergrund oder in einer Ehe mit einem nichtjüdischen Ehepartner.

Am nächsten Tag besuchten wir die Frankfurter CDU Abgeordnete Bettina Wiesmann im Paul-Löbe-Haus. Wir diskutierten über Antragsstellung der Altenpflege, Europäische Armee und über Anerkennung der in GUS Ländern erworbene Abschlüsse und vieles mehr. Es war sehr interessant und lehrreich unser Gedanken mit einem Mitglied des Bundestages (MdB) auszutauschen.

Später am Tag besuchten wir das Bundesministerium der Verteidigung und diskutierten dort mit den zuständigen Befehlshabern über Friedenssicherung im Nahost, Aufbau und die Vorteile der Europäischen Armee und über die Ereignisse der Gelben Westen Bewegung in Frankreich in Dezember 2018. Danach haben wir das Brandenburger Tor, Botschafter Viertel und die Reste der Berliner Mauer besichtigt. Direkt im Anschluss haben wir den Plenarsaal besichtigt und einem Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments im Deutschen Bundestag (Reichstagsgebäude) lauschen dürfen.

Am nächsten Tag fand das Informationsgespräch und Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehem. Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi) statt. Hier haben wir über die Brutalität der Stasi und deren Halblanger erfahren.
Anschließend hatten wir eine Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt – an
politischen Gesichtspunkten orientiert. Geschichte, Politik, Monumente und Neubauten.

Am letzten Abend besuchten wir das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ es erzählt über die Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa durch das NS Regime.

Am Tag der Abreise besuchten wir die Konrad Adenauer Stiftung und erfuhren über die Arbeit der Stiftung.

Fazit: Alle GruppenteilnehmerInnen haben noch nie so eine interessante Reise gehabt. In diesen vier Tagen haben wir viel gesehen, diskutiert, Neues erfahren und vor allem unsere Demokratie und Freiheit zu lieben und zu schätzen gelernt.

 

verfasst von Anton Valit, DJR Mitglied

 

Weitere Berichte:

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DJR Weihnachtsvorstellung – 9.12.2018

Die traditionelle Familienweihnachtsfeier der DJR (Deutsche Jugend aus Russland), im Bürgerhaus Saalbau Bornheim, war wieder ein großer Erfolg! Vielen herzlichen Dank an alle Haupt-und Ehrenamtliche des Vereins für das grenzenlose beispielhafte Engagement. Und, natürlich, herzlichen Dank an Viktor Scherf und sein bezauberndes Ensemble- die wunderbare Weihnachtsvorführung war ein Fest für die Augen.

Die Kinder wurden in eine Weihnachtsgeschichte mitgenommen und konnten sich selber mit Tanz und Gesang an der Vorführung beteiligen.