Perspektivwechsel in der pädagogischen Praxis
Welche Erwartungen prägen unseren Blick auf das Verhalten von Kindern, und wie gehen wir mit der Entscheidungsmacht um, die wir als Erwachsene im Kita-Alltag haben? Die Fachtagung „Perspektivwechsel in der pädagogischen Praxis“ am 11. September 2026 im IntercityHotel Wiesbaden gab den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DJR-Einrichtungen Gelegenheit, sich mit diesen Fragen außerhalb des täglichen Arbeitsgeschehens auseinanderzusetzen. Neben der Fortbildung zu herausforderndem Verhalten und Adultismus verfolgte der gemeinsame Tag ein weiteres Anliegen: Die Teams der verschiedenen Kitas sollten einander kennenlernen und mehr über die Arbeit in den anderen Einrichtungen erfahren.
Geschäftsführerin Albina Nazarenus-Vetter eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und Vorstellung der DJR als Träger. Nachdem Kita-Fachbereichsleitung Olga Kim in das Tagesprogramm eingeführt hatte, übernahmen die Teams selbst das Wort. In ihren Präsentationen stellten sie ihre Einrichtungen vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit.
Sabine Lippold und Andreas Nordheim von der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift Darmstadt gestalteten anschließend das gemeinsame Aufwärmprogramm. Es bot einen weiteren Anlass, über die vertrauten Teamzusammensetzungen hinaus miteinander in Kontakt zu kommen.
Der Nachmittag war den beiden Workshops vorbehalten. Sabine Lippold leitete das Angebot zum Thema „Herausforderndes Verhalten“, Danielle Bohrmann den Workshop „Adultismus“. Beide Referentinnen gehören zur Pädagogischen Akademie Elisabethenstift Darmstadt. Die DJR-Teams arbeiteten in zwei Gruppen, die nach der ersten Phase wechselten.
Mit herausforderndem Verhalten griff die Fortbildung ein Thema auf, das die Wahrnehmung und das Handeln pädagogischer Fachkräfte unmittelbar betrifft: Ein Verhalten zu beschreiben ist etwas anderes, als seine möglichen Gründe zu verstehen und eine angemessene Reaktion darauf zu finden. Der zweite Workshop setzte beim Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern an. Die Beschäftigung mit Adultismus wirft die Frage auf, wie sich die notwendige Verantwortung von Erwachsenen von einer Haltung unterscheiden lässt, die kindlichen Bedürfnissen und Sichtweisen grundsätzlich weniger Gewicht beimisst.
Für den Austausch zwischen den Einrichtungen standen neben den Teamvorstellungen die Pausen und das gemeinsame Mittagessen zur Verfügung. Damit erhielt das gegenseitige Kennenlernen einen eigenen Platz im Tagesablauf. Eine Abschlussrunde mit Albina Nazarenus-Vetter und ein gemeinsames Gruppenfoto beendeten die Fachtagung.
Die DJR dankt Sabine Lippold, Andreas Nordheim und Danielle Bohrmann für die Durchführung ihrer Programmteile sowie den Kita-Teams für die Einblicke in ihre Arbeit und ihre Mitwirkung.























