Fachkräfteaustausch „Auf den Spuren der Russlanddeutschen“, Detmold

Vom 16 bis 20 Juli haben unsere Multiplikatoren, Alexandra Dornhof und Alexander Frolov, an der JUGEND-SOMMER-WERKSTATT in Detmold teilgenommen. Insgesamt waren fünf  Jugendorganisationen aus drei verschiedenen Ländern vertreten. Die Sommerwerkstatt war ein neues Format für einen internationalen Erfahrungsaustausch sowie ein Qualifizierungsangebot in den Bereichen der Kulturpädagogik und Kulturvermittlung. Vordergründig ging es darum, wie Methoden der Geschichtsarbeit in der Jugendarbeit angewandt werden können.

Im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold gab es für die Delegation des djo-Regenbogen Berlin, der DJR und des Jugendrings der Russlanddeutschen viel zu entdecken. Wir lernten verschiedene Aspekte der Geschichte der Russlanddeutschen kennen und Methoden der Familienforschung (Geneologie), Ausstellungsorganisation und Gesprächsführung mit Zeitzeugen zu nutzen.

Jugendorganisationen aus Moskau, Luzk, Frankfurt, Berlin und Detmold djo, DJR, Jugendring der Russlanddeutschen, Deutsche Jugend in der Ukraine, jsdr
Vernissagegespräch mit dem Künstler

Anlässlich der Ausstellungseröffnung veranstaltete das Kulturreferat im Rahmen der JUGEND-SOMMER-WERKSTATT/DETMOLD ein Vernissagegespräch mit dem Künstler und dem Kölner Politologen und Blogger Felix Riefer von der Bundeszentrale für politische Bildung über Erfahrungs- und Lebenswelten junger Russlanddeutscher, ihrem Verhältnis zu Deutschland und zu ihren Herkunftsländern sowie ihrer Selbst- beziehungsweise der Fremdwahrnehmung.

von links: Alexander Frolov, Edwin Warkentin, Alexandra Dornhof, Julia Iwakin, Felix Riefert

Vom 18. Juli bis zum 10. September 2018 präsentiert das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche die Ausstellung zum Buch „MEIN NAME IST EUGEN“.
In dem Buchprojekt portraitiert der Berliner Autor und Fotograf Eugen Litwinow die von der Soziologie als „mitgebracht“ bezeichneten Generation junger russlanddeutscher Spätaussiedler. Dreizehn gleichnamige Jugendliche und junge Erwachsene aus Nordrhein-Westfalen reflektieren ausgehend von der gemeinsamen Erfahrung des Namenswechsels von EVGENIJ zu EUGEN über ihre Selbstverortung und Identität.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Edwin Warkentin für die Organisation der Jugend-Sommer-Werkstatt und den wertvollen Austausch, welcher erst dadurch entstehen konnte.